KörperSein

KörperSein – Ein Filmprojekt für Körperpositivity von Holla e.V., finanziert durch den Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln.

 

 

Hier der Bericht einer Teilnehmerin:

 

In der heutigen Gesellschaft sind sie zu kaum wegzudenken: Medien.

Vor allem soziale Medien wie beispielsweise Instagram, Facebook und Co. gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Zahlreiche Userninnen* benutzen diese Plattformen, um Eindrücke ihres eigenen Lebens mit anderen Benutzern zu teilen.

Auffällig hierbei ist, dass nicht nur tolle Momente o.Ä. geteilt werden, sondern auch scheinbar „perfekte“ Körperbilder, die zu enormen Druck bei den Verwenderinnen* solcher Medien führen können. Die Folge ist, dass man sich nicht wohl fühlt in seinem eigenen Körper und versucht einem Ideal nachzustreben.

Deshalb haben wir uns Anfang 2018 im Holla Verein getroffen, um ein Projekt gegen diese Problematik zu entwickeln.

Beim Gespräch wurde uns klar, dass wir selbst auch diesen sozialen Druck in Bezug auf unseren Körper, zu spüren bekommen. Außerdem haben wir das Gefühl gehabt, dass immer mehr Mädchen und Frauen unter diesen Erwartungen leiden.

Daher hatten wir das Bedürfnis ein Projekt zu entwickeln, welches für Körperdiversitäten stehen soll, denn jedes Individuum sollte sich in seinem eigenem Körper wohl fühlen dürfen.

Wir haben gemeinsam für die Umsetzung des Projekts Ideen gesammelt und kamen zum Entschluss, dass wir gerne die Vielfalt unserer verschiedenen Körper mit Hilfe eines Films verbildlichen wollen. Wir beantragten Gelder beim Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln und freuten uns sehr über die Bewilligung. Wir suchten außerdem Unterstützung beim online Magazin „MeinTestgelände“.

Unsere Idee, unseren Körper gegen einen angespannten Stoff drückten, setzten wir beim Filmdreh tatsächlich in die Tat um. Durch diese Abstrahierung der Körper wollen wir zeigen, dass wir gegen jegliche Körperbewertung sind. Uns ist wichtig zu zeigen, wie absurd die Bewertung in „schön“ und „hässlich“ eigentlich ist.
Die Aufnahmen geschahen in Kooperation mit dem Gendermagazin „Mein Testgelände“. Während des Drehs hatten wir viel Spaß, aber auch den ein oder anderen Krampf in den Armen durch das ständige Spannen des Stoffes. Mehrere Personen mussten nämlich hinter dem Stoff teilweise auf Stühlen den Stoff hochhalten.
Insgesamt haben wir tolle Erfahrungen beim Dreh gesammelt. Wir haben uns alle schön und richtig gefühlt, und noch einmal erlebt, wie wichtig Solidarität ist.
Unsere persönlichen Erfahrungen, die wir bezüglich unseres Körpers gemacht haben, und auch die, von Mädchen* die nicht beim Dreh dabei waren, haben wir in einen Poetryslam Text zusammengefasst. Der Text wurde von zwei Teilnehmerinnen in der Stimmwerkstatt aufgenommen und wird im Film zu hören sein.

Dieses Projekt „KörperSein“ steht für Individualität und ein gesundes Körpergefühl, denn kein Körper sollte an irgendwelchen Maßen, die die Gesellschaft vorgibt, gemessen werden, um als „schön“ oder „hässlich“ bewertet werden zu dürfen.

Premiere des Films wird am 16.12.2018  im Odeon Kino in Köln sein, wir freuen uns schon sehr darauf.