Mythos Jungfernhäutchen

Das Jungfernhäutchen gibt es nicht – dennoch glauben sehr viele Menschen an eine Haut, die den Eingang der Vulvina verschließt und beim „ersten Mal“ reißen soll. Diese Vorstellung ist schlicht falsch, hat aber einen enormen Einfluss auf das Leben von unzähligen Menschen.

Der Mythos suggeriert, das Sexualität kontrollierbar wäre – was nicht stimmt!

Dennoch führt dies oft dazu, dass Menschen sich einschränken, die Wahrnehmung des eigenen Körpers erschwert wird und es unmöglich wird, sich frei und richtig im eigenen Körper zu fühlen.

Wenn es kein „Jungfernhäutchen“ gibt – was gibt es dann?

Menschen mit einer Vulvina haben eine vulvinale Korona; einen Schleimhautkranz, der das ganze Leben lang bleibt. Der Schleimhautkranz ist dehnbar und heilt bei kleinen Verletzungen narbenfrei ab. Es ist also nicht sichtbar oder kontrollierbar ob Menschen schon mal Sex hatten oder nicht!!

Holla arbeitet seit 2016 zum „Mythos Jungfernhäutchen.“ Angeregt durch unsere Geschäftsführerin Souzan AlSabah, die seit 2009 innovative, intersektionale Aufklärungsarbeit zum Mythos leistet – entstand das Projekt „Kein Grund für Stress – es gibt kein Jungfernhäutchen“ und in Zuge dessen die Broschüre „Mythos Jungfernhäutchen“.

Wir benutzen die Begriffe Vulvina und vulvinale Korona; nach Ella Berlin. Dadurch vermeiden wir den Gebrauch des diskriminierenden und schlicht falschen Begriffes „Vagina”, (der darüber hinaus nur den inneren Teil des Genitals beschreibt).

Mehr Infos zum Mythos findet ihr in der Broschüre und im Video von Chale Shoushou aka Souzan AlSabah.